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Autofahren in Spanien

Tempolimits, Alkohol, Pflichtausrüstung und Bußgelder: die Regeln, die Autofahrer aus dem Ausland kennen müssen.

  • 120 km/h Autobahnen (autopista, autovía)
  • 90 km/h andere Straßen außerorts
  • 50 km/h innerorts, 2+ Fahrstreifen je Richtung
  • 30 km/h innerorts, ein Fahrstreifen je Richtung
  • 20 km/h Mischverkehrsflächen (Fahrbahn und Gehweg auf gleicher Höhe)

Tempolimits

Für Pkw und Motorräder gilt auf Autobahnen (autopista und autovía) ein Tempolimit von 120 km/h, auf anderen Straßen außerorts 90 km/h. Mit Anhänger und in Wohnmobilen über 3.500 kg gelten auf Autobahnen 90 km/h und auf anderen Straßen 80 km/h. Innerorts gelten 50 km/h auf Straßen mit zwei oder mehr Fahrstreifen je Richtung, 30 km/h auf Straßen mit einem Fahrstreifen je Richtung und 20 km/h, wo Fahrbahn und Gehweg auf gleicher Höhe liegen.

Die alte Regel, nach der man zum Überholen 20 km/h schneller als erlaubt fahren durfte, wurde im März 2022 abgeschafft. Auf Autobahnen dürfen Sie nicht langsamer als 60 km/h fahren. Verkehrsschilder haben immer Vorrang vor diesen allgemeinen Limits.

Fakten geprüft: Oktober 2026

Alkohol und Drogen

Der allgemeine Grenzwert liegt bei 0,5 g Alkohol pro Liter Blut oder 0,25 mg pro Liter Atemluft. Für Fahrer in den ersten zwei Jahren nach dem Führerscheinerwerb und für Berufsfahrer gilt ein niedrigerer Grenzwert: 0,3 g/l oder 0,15 mg/l. Sie müssen einen Atemalkohol- oder Drogentest machen, wann immer die Polizei es verlangt.

Wer über dem Grenzwert fährt, zahlt 500 €, bei mehr als dem doppelten Grenzwert oder mit Drogen im Körper 1.000 €. Fahren mit mehr als 1,2 g/l (0,6 mg/l in der Atemluft) und die Verweigerung des Tests sind Straftaten, und das Auto kann festgesetzt werden. Ein niedrigerer allgemeiner Grenzwert wurde im Parlament vorgeschlagen, war im Oktober 2026 aber nicht Gesetz.

Fakten geprüft: Oktober 2026

Was Sie mitführen müssen

Seit dem 1. Januar 2026 müssen in Spanien zugelassene Autos statt Warndreiecken eine vernetzte Warnleuchte V-16 mitführen; ohne sie beträgt das Bußgeld 80 €. Laut DGT dürfen in anderen Ländern zugelassene Autos weiterhin Warndreiecke verwenden oder das Gerät, das in ihrem eigenen Land vorgeschrieben ist. Wenn Sie in Spanien ein Auto mieten, prüfen Sie, ob die V-16-Leuchte an Bord ist.

In Spanien zugelassene Autos, auch Mietwagen, müssen außerdem eine zertifizierte Warnweste und ein Ersatzrad oder ein Reifenpannenset mitführen; wer außerorts auf der Fahrbahn oder dem Seitenstreifen aus einem Auto steigt, muss die Weste tragen. Ersatzlampen sind nicht mehr vorgeschrieben, und eine Ersatzbrille steht nicht auf der spanischen Liste der Pflichtausrüstung. Kinder, die 135 cm groß oder kleiner sind, müssen einen Kindersitz nutzen, der zu ihrer Größe und ihrem Gewicht passt, und, von wenigen Ausnahmen abgesehen, hinten sitzen.

Fakten geprüft: Oktober 2026

Regeln, für die es Bußgelder gibt

Das Handy beim Fahren in der Hand zu halten kostet 200 € und 6 Punkte auf einem spanischen Führerschein; auch Kopfhörer sind verboten. Radarwarngeräte sind illegal; Apps, die nur vor Blitzern warnen, sind erlaubt. Halten Sie beim Überholen eines Radfahrers mindestens 1,5 m Abstand und fahren Sie außerorts mindestens 20 km/h unter dem Tempolimit. Seit dem 1. Oktober 2026 müssen Fahrer im Stau auf Autobahnen und autobahnähnlichen Schnellstraßen eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge bilden.

Im Kreisverkehr haben Fahrzeuge, die sich bereits im Kreisverkehr befinden, Vorfahrt, sofern Schilder nichts anderes anzeigen; bleiben Sie auf der äußeren Spur, wenn sie frei ist. Verlassen Sie den Kreisverkehr von der äußeren Spur aus; wenn Sie Ihre Ausfahrt verpassen, fahren Sie noch eine Runde. Schalten Sie in Tunneln das Abblendlicht ein. An der Tankstelle muss der Motor beim Tanken aus sein, und das Tankstellenpersonal darf kein Auto mit laufendem Motor oder eingeschaltetem Licht bedienen.

Fakten geprüft: Oktober 2026

Schilder, die Sie vielleicht nicht kennen

Spanien hat seinen amtlichen Verkehrszeichenkatalog am 1. Juli 2025 erneuert. Bereits aufgestellte Schilder dürfen stehen bleiben, bis sie verschlissen sind; deshalb stehen alte und neue Ausführungen nebeneinander, und manche vertraut aussehende Schilder bedeuten jetzt etwas anderes. Diese hier überraschen Fahrer aus dem Ausland am häufigsten.

  • S-940 Die allgemeinen Tempolimits in Spanien: 30 km/h innerorts auf Straßen mit einem Fahrstreifen je Richtung, 50 km/h innerorts auf Straßen mit zwei oder mehr Fahrstreifen je Richtung, 90 km/h auf anderen Straßen und 120 km/h auf Autobahnen.
  • S-28 Zone zum Verweilen und Spielen: höchstens 10 km/h, Fußgänger haben Vorrang und dürfen die ganze Straße nutzen, Kinder dürfen spielen, und Parken ist nur auf markierten Flächen erlaubt. Vor Juli 2025 erlaubte dasselbe Schild 20 km/h; jetzt steht es immer zusammen mit einem 10-km/h-Schild.
  • S-47 Begegnungszone: höchstens 20 km/h, Fußgänger haben Vorrang und dürfen die ganze Straße nutzen, und Parken ist nur auf markierten Flächen erlaubt. Anders als bei S-28 sind Spiele nicht erlaubt.
  • S-30a Fußgängerzone: Die Straße ist Fußgängern vorbehalten. Ein Zusatzschild unter dem Schild kann Ausnahmen nennen, etwa für Anwohner oder Lieferverkehr.
  • R-120 Einfahrtverbot je nach Umweltplakette des Fahrzeugs: die Einfahrt in eine Umweltzone. Ein Zusatzschild unter dem Schild oder eine Tafel gibt an, mit welchen Umweltplaketten der DGT man einfahren darf.
  • S-51a Fahrstreifen, der den abgebildeten Fahrzeugen vorbehalten ist, etwa Bussen, Taxis oder Motorrädern. Wo seine Linie gestrichelt ist, dürfen andere Fahrzeuge ihn nur für ein Fahrmanöver wie das Abbiegen benutzen, müssen dabei den abgebildeten Fahrzeugen Vorrang lassen und dürfen dort nie halten, parken, wenden oder überholen.
  • S-51b Fahrstreifen für Fahrzeuge mit hoher Besetzung (VAO): nur für Fahrzeuge, in denen mindestens so viele Personen sitzen wie angegeben.
  • S-1c Beginn einer 2+1-Straße: drei Fahrstreifen für beide Richtungen; der mittlere dient zum Überholen und wechselt abschnittsweise die Richtung.
  • S-991a Geschwindigkeitskontrolle voraus, an einem Punkt oder über einen ganzen Abschnitt (Durchschnittsgeschwindigkeit). Auf Autobahnen ist dasselbe Schild blau (S-991b).
  • S-892 Ein Zusatzschild unter einem anderen Schild: Kameras überwachen die Einhaltung dieses Schildes, und Bußgelder werden automatisch verhängt.
  • S-991g Auf diesem Abschnitt kann die Geschwindigkeit aus der Luft kontrolliert werden, per Hubschrauber oder Drohne.
  • S-992a Mindestabstand: Halten Sie zwischen sich und dem vorausfahrenden Fahrzeug mindestens so viele der auf die Fahrbahn gemalten Winkel frei, wie angegeben. Wird dort eingesetzt, wo es häufig zu Auffahrunfällen kommt.

Schildergrafiken von Wikimedia Commons. Urheber und Lizenzen: R-120 SerrgioFdezz, CC BY-SA 4.0; S-1c Autopistero20502020, CC BY-SA 4.0; S-51b มองโกเลีย๔๔, CC BY 4.0; S-992a มองโกเลีย๔๔, CC BY 4.0.

Fakten geprüft: Oktober 2026

Bußgelder für Besucher

Von einem Fahrer, der nicht in Spanien wohnt, wird verlangt, ein Bußgeld sofort vor Ort zu zahlen, per Karte oder bar in Euro; bei den meisten Verstößen erhält er dabei trotzdem die Ermäßigung von 50 % für sofortige Zahlung. Wenn Sie nicht zahlen können, kann das Auto festgesetzt werden. Bei einem Mietwagen haftet der Mieter für das Bußgeld.

Spanien tauscht Daten über schwere Verkehrsverstöße wie zu schnelles Fahren, Alkohol am Steuer und Handynutzung mit den anderen EU-Ländern aus; ein Bußgeld kann Sie also bis nach Hause verfolgen.

Fakten geprüft: Oktober 2026

Autobahnen, Maut und Umweltzonen

Viele frühere Mautautobahnen wurden zwischen 2018 und 2021 mautfrei, darunter die AP-7 an der Mittelmeerküste zwischen Tarragona und Alicante und die AP-4 zwischen Sevilla und Cádiz. 2026 sind einige weiterhin mautpflichtig, zum Beispiel die AP-6, AP-51 und AP-61 nordwestlich von Madrid, die AP-9 in Galicien und die AP-66 zwischen León und Asturien. An den Mautstellen zahlen Sie bar oder mit Karte; die Via-T-Box zahlt automatisch auf den T-Spuren.

Viele Städte haben Umweltzonen, die beschränken, welche Autos einfahren dürfen; unsere Seiten zu touristischen Orten sagen, was dort gilt.

Fakten geprüft: Oktober 2026

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